Ambulante Operationen

Impotenz (Erektile Dysfunktion)

 

Als Impotenz oder erektile Dysfunktion wird die Unfähigkeit bezeichnet, eine für den erfolgreichen Geschlechtsverkehr ausreichende Versteifung des Penis zu erreichen und dann bis zum Orgasmus zu halten. Der männliche Orgasmus und der damit verbundene Samenerguss ist ein von der (Im-)Potenz unabhängiger Vorgang.

Die Impotenz (Erektionsschwäche) ist eine Erkrankung mit einem sehr schwierigen Umfeld. Für den Patienten ist die Erektion mit starken Empfindungen von Peinlichkeit, Minderwertigkeitsgefühlen und Leidensdruck verbunden.

Meist eine unmittelbare, direkte Ursache nicht nachweisbar. Im Allgemeinen spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle, welche dann zur Impotenz führen..

Faktoren, welche eine Erektionsschwäche verursachen können, sind:

  • Durchblutungsprobleme
  • Stress des Patienten (Eheprobleme, sexueller Leistungsdruck, Versagensangst) oder andere Faktoren (Probleme am Arbeitsplatz, Schichtarbeit o.ä.)
  • Alterungsprozesse des Mannes
  • Hormonelle Umstellung im Alter
  • Begleiterkrankungen, wie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder erhöhter Blutdruck (Hypertonus) mit ihren schädigenden Einflüssen auf Blutgefäße und Nerven.
  • Nebenwirkungen von Medikamenten (z.B. ß-Blockern)
  • Alkoholkonsum
  • und vor allem: Rauchen.

Es stehen mehrere Möglichkeiten der Untersuchung der männlichen Gliedversteifung zur Verfügung. Wichtig ist hierbei insbesondere die Einschätzung der Gliedversteifung und der Durchblutung nach Einspritzen von durchblutungsfördernden Mitteln mit der anschließenden sonographischen Messung des arteriellen Blutflusses im Penis. Hat man den Verdacht auf eine gestörte Blutversorgung des Penis, so kann eine Angiographie (Digitale Subtraktions Angiographie DSA) diesen Verdacht bestätigen. Ein Leck des Penis, welches zu einem verstärkten Abfluß des Blutes führt, kann bei einer Cavernosographie dargestellt werden. Dies ist eine Darstellung der Schwellkörper mit Röntgenkontrastmittel.

Als Behandlungsmöglichkeiten der erektilen Dysfunktion stehen uns zur Verfügung:

  • Erektionshilfe Vakuumpumpe: Hierbei wird vor dem Geschlechtsverkehr ein Kunststoffzylinder über den Penis gestülpt und mit einer Pumpe im Zylinder ein Vakuum erzeugt. Dieses Vakuum führt zu einer Gliedversteifung (Erektion). Nachdem der Penis ausreichend steif ist, wird am offenen Ende des Zylinders ein Gummiring über die Peniswurzel gestülpt, welcher den Abfluß des Blutes aus dem Penis mindern soll. Der Penis bleibt dann auch ohne Zylinder steif und es kann Geschlechtsverkehr durchgeführt werden.
  • Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil (Viagra®, Cialis®, Levitra®): Diese Medikamente können sehr vielen Männern mit Erektionsschwäche sehr gut helfen, ihre Einführung hat einen Durchbruch in der Behandlung der Erektionsschwäche gebracht. Die Einnahme der Medikamentes sollte  bis zu 2 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr erfolgen, die Wirkdauer besteht für ca. 4 bis über 24 Stunden, je nach Präparat. Vorsicht ist bei diesem Medikament jedoch geboten. So ist eine mehrmalige Einnahme des Präparates an einem Tag durch seine gleichzeitig blutdrucksenkende Wirkung sehr gefährlich, insbesondere bei vorliegender Herzschwäche. Daher sollten ältere Männer mit Erektionsschwäche vor Einnahme dieses Präparates einer Untersuchung beim Facharzt für Herzkrankheiten (Kardiologen) unterzogen werden. Die gleichzeitige Einnahme bestimmter Herzmedikamente kann lebensgefährliche Wechselwirkungen auslösen
  • Einspritzen von Alprostadil (Caverject®, Viridal®) in den Penis: Es besteht die Möglichkeit durchblutungsfördernde Mittel direkt in den Penis einzuspritzen. Dieses ist, entgegen der Vorstellung vieler Patienten, nur sehr wenig schmerzhaft, da die Nadeln für diese Medikamente hauchdünn sind. Das Einspritzen selbst kann vom Patienten oder seiner Partnerin vorgenommen werden. Nach Einspritzen der Medikamente kommt es zu einer bis zu 2 Stunden dauernden Gliedversteifung. Während dieser Zeit kann der Geschlechtsverkehr durchgeführt werden.

Penisprothesen: Als letzte Möglichkeit stehen mechanische Schwellkörperprothesen zur Verfügung, welche in einer mehrstündigen Operation in den Penis implantiert